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Ehemaliger Kabarettschüler Rolf Zollner macht den 2. Platz beim Ostbayerischen Kabarettpreis

 

 

 

 

LISA FITZ zu Gast beim BR

Abendschau 3.6.2015

 

www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau/abendschau-lisa-fitz-100.html#

Lisa Fitz - Das Beste!

(BR 2013) 

"Eine Frau putzt durch!"

 

www.youtube.com/watch?v=pRc5bpp-ZTw

LISA FITZ VIDEOS 

Lisa Fitz Lebenslinien (BR 2014)

"Ich wollt´ Kasperl werden, nicht Gretel!"

 

www.br.de/mediathek/video/sendungen/lebenslinien/lebenslinien-lisa-fitz100.html

Passauer Neue Presse| 05.07.2012 Lisa Fitz gründet Kabarettschule PNP-Interview



Passauer Neue Presse|  05.07.2012

Lisa Fitz gründet Kabarettschule 

Dass sie eine scharfe Klinge führen kann, ist bekannt. Als Lehrerin für den Nach-wuchs gibt sich Lisa Fitz aber auch feinfühlig.

Lisa Fitz hat eine Kabarettschule gegründet− Warum der Nachwuchs auch mal hart angefasst werden muss, erklärt sie im PNP-Interview.

Schmarrn-Sätze gibt es, die sind einfach nicht aus der Welt zu schaffen: Für die Bühne musst du geboren sein, ist einer davon. Kabarettist kann man nicht lernen, noch einer. "Das ist natürlich Unsinn", sagt Lisa Fitz. "Das Einzige, was man nicht lernen kann, ist Talent. Und Humor, wenn man keinen hat." Der Rest ist Arbeit und Wissen. Die Rottaler Kabarettistin hat 30 ihrer 60 Lebensjahre dazu genutzt, Bühnenwissen zu sammeln. Jetzt gibt sie es weiter − mit einem sechsköpfigen Team in ihrer frisch gegründeten Münchner Kabarettschule. "Ich bin Jungfrau, die gscheideln gern!", sagt sie. 190 Euro zahlt der Nachwuchs für vier Stunden Schnuppern, 390 für ein Wochenende, am 3. und 4. November läuft der erste Kurs in Eggenfelden. Im PNP-Interview verrät Lisa Fitz, warum auch ihr eine solche Ausbildung gutgetan hätte.

"Doch, du singst jetzt! Und zwar laut!"

Frau Fitz, wenn Sie privat im Kabarett sitzen und sich denken: Jessas, was macht der denn da? Was ist dann auf der Bühne meistens falsch gelaufen?

Fitz: Abgesehen von meinem persönlichen Geschmack sind das oft typische Anfängerfehler: Der Künstler spricht seinen Text zu monoton, er liefert die Pointen nicht richtig ab, er hat keinen Blickkontakt mit dem Publikum, er kommt nicht auf den Punkt, es fehlt am Inhalt oder sein Outfit sieht aus wie aus der Gosse gezogen. An diesen Dingen kann man auch ganz konkret arbeiten.

Sagen Sie ganz offen, wenn einer kein Talent hat?

Fitz: So jemand kann natürlich auch zwei Jahre lang Workshops buchen, wenn ihm das Spaß macht. Aber ich bin dann schon so frei und sage: Sie müssen an diesem und jenem Punkt sehr hart arbeiten, sonst reicht das nicht für eine Bühnenkarriere. Wenn derjenige sehr motiviert ist und das ernst nimmt, dann hat das vielleicht sogar einen Sinn. Aber wenn er sagt: Wieso? Wer sagt das? Ich finde, das reicht! Dann muss er sich eine andere Schule suchen.

Sie lehren alles von Schauspielerei bis Vermarktung. Was ist das größte Hindernis für angehende Kabarettisten?

Fitz: Die meisten scheitern bereits im Vorfeld an ihrer Angst, einen eigenen Kabaretttext zu erstellen. Viele erleben etwas Lustiges oder ärgern sich über die Politik – aber wenn sie es niederschreiben, wird das ein langweiliger Erlebnisaufsatz oder eine moralisierende Kampfschrift. Dann beginnt aber erst die eigentliche Arbeit am Text, die ich mit den Schülern mache, und sage: Hier musst du kürzen, das ist Gelaber, hier fehlen Pointen, das musst du umstellen, dort fehlt die Dramaturgie! Die Kabarettschule bringt einem bei, wie man humorvolle Texte schreibt, wie man von der Schilderung zur Satire kommt.

Das funktioniert?

Fitz: Bei meinem Sohn hat das wunderbar funktioniert.

Nepo Fitz hat sich hilfesuchend an die Mama gewandt?

Fitz: Nein, das hat sich entwickelt: Nepo ist mit 15 Jahren zum ersten Mal als rockender Engel in meinem Rock-Kabarett "Kruzifix" aufgetreten. Nach dem Abitur haben wir ganz amtlich einen Vertrag geschlossen für unser gemeinsames Programm "Alles Schlampen außer Mutti". Nepo hat sich drei Jahre lang freigespielt und gute Kritiken gekriegt, der Text war aber von mir. Für sein Programm "Pimpftown – wie werde ich zum Mann" haben wir zusammen das Konzept entwickelt und am Text gearbeitet, aber geschrieben hat er es ganz allein. Und es wurde so gut, dass er damit mehr Preise abgeräumt hat, als ich jemals bekommen habe.

Ihr Rezept gegen Bühnenangst?

Fitz: Die Praxis! Mein Sohn hat mich als Teenager im Wohnzimmer einmal laut angeschrien: Ich kann nicht singen! Und ich hab zurückgeschrien: Doch, du singst jetzt! Und zwar laut! Er war stockbeleidigt und hat irgendwas zum Besten gegeben. Jetzt singt er wunderschön und lernt voller Elan in Gesangsworkshops weiter. Oft muss man eine – nennen wir es: neurotische Verkrampfung − regelrecht durchbrechen.

Klingt, als sollten Ihre Kabarettschüler nicht zu sensibel sein.

Fitz: Wenn jemand sehr sensibel ist, würde ich es sagen: Du bist sehr gut, trau dich, sag einfach mal drei Sätze, das geht schon! Aber man muss es durchbrechen. Wenn einer auf die Bühne will, dann ist es Unsinn, wenn er immer Angst davor hat. Sonst soll er lieber Schmuckdesigner werden.

Wer meldet sich bei Ihnen an?

Fitz: Das können blutige Anfänger sein. Es hat sich aber auch ein Kabarettist angemeldet, der seit vier Jahren als Künstler arbeitet und sein Soloprogramm verbessern möchte. Und eine Schauspielerin, die davon träumt, ins Kabarett zu wechseln.

Unterrichten Sie auch Scherzbolde, die bei der Betriebsfeier Witze erzählen wollen?

Fitz: Für ein, zwei Workshops ist das okay. Aber auf die Dauer ist das nicht die Zielsetzung der Schule.

"Da stand ich dann und habe mich geschämt"

Musiker oder Tänzer gründen Schulen, um ein zweites Standbein nach ihrer aktiven Karriere zu haben. Ist die Kabarettschule Ihre Rentenversicherung?

Fitz: Zum Teil schon. Die Bühnenarbeit belastet mich nicht, sie ist schön und macht Spaß. Was aber wirklich nervig wird im Laufe der Jahre, das ist die Fahrerei – ich bin ja von Flensburg bis in die Schweiz unterwegs und der Verkehr wird immer schlimmer. Darum find ich es schön, wenn ich in Zukunft auswählen kann, welche Veranstaltungen ich machen möchte.

An welchen Abenden Ihrer Karriere haben Sie sich gedacht: Eine Schule tät mir gut!

Fitz: Oh, da gab es viele! Ich habe 3000 Soloabende hinter mir und bin sehr fleißig, aber richtig verantwortungsbewusst bin ich erst seit Mitte 40. Davor habe ich es oft krachen lassen am Abend zuvor oder mich ungenügend vorbereitet. Da stand ich dann, habe den Text halb abgelesen und mich furchtbar geschämt. Ich kenne das alles von der niedersten Stufe an. Das können sich die Schüler sparen!

 

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